Als ich das erste Mal von der Idee hörte, dass die kleine freche Hexe Bibi Blocksberg nun auch in Form eines Mangas erscheinen wird, war ich skeptisch. Die Idee gefiel mir mit der Zeit immer besser, denn der Manga-Markt ist unverbraucht und kann eine neue Zielgruppe für Bibi gewinnen. Tatsächlich gefielen mir die ersten veröffentlichten Zeichnungen sehr gut. Damit kommen wir zu einer etwas ungewöhnlichen Rezension auf Der HörspielBär… einem Manga.
Bibi Blocksbergs Tag hätte nicht schlimmer anfangen können. Erst hat sie von ihrem Papi, erneut, ein Hex-Verbot für die Schule bekommen und dann taucht in der Schule auch noch eine Austauschschülerin aus Japan auf. Miyu ist ihr Name. Ihre Mitschüler sind gleich Feuer und Flamme, nur Bibi nicht. Als sie auf dem Nachhauseweg auf einen komischen Fuchs trifft, den außer ihr niemand zu sehen scheint, ist ihre Neugierde geweckt. Trotz des Hex-Verbotes ihres Papis, steigt sie auf Kartoffelbrei und nimmt die Verfolgung auf. Als auch Miyu auf den Fuchs steigt und auf ihn davon fliegt, beschließt die kleine Hexe das Geheimnis ihrer Mitschülerin zu lüften.
Bibi und Miyu wird von der Mangaka Hirara Natsume gezeichnet und der Text stammt von der Comiczeichnerin und -autorin Olivia Vieweg. Der Manga gehört dem Genre der Shōjo-Mangas an. Das sind Comics, die speziell für heranwachsende Mädchen im Alter von etwa sechs bis achtzehn Jahren gezeichnet werden. Muss ich mir da jetzt Gedanken machen?
Den Manga Hirara Natsume gut gezeichnet, auch wenn mir auf diesem Gebiet die Vergleiche fehlen. Mir gefällt der Stil. Gewöhnungssache ist das der Manga, traditionell, in schwarzweiß ist und nur das Cover und die erste Seite in Farbe sind. Auf das traditionelle von hinten nach vorne lesen hat Tokyopop hier verzichtet. Dafür schon einmal danke. Als alter Asterix und Tim und Struppi Leser wäre das wohl zu gewöhnungsbedürftig gewesen. Woran ihr euch gewöhnen müsst ist die Veränderung von Bibi, hier speziell der Zeichenstil. Wer keine Manga oder Anime mag wird kein Freund davon sein. Schön finde ich übrigens das Hirara Natsume sich dafür entschieden hat das wir Bibi Blocksbergs Unterhose oder Unterrock nicht mehr sehen. Unter ihrem grünen Kleid trägt sie nun eine weiße Leggins.
Die Geschichte wird sowohl in der Bild als auch in der Textsprache schnell erzählt und lässt euch als Leser kaum zur Ruhe kommen. Ich habe auch schon Stimmen gehört das gerade diese schnelle Erzählweise für sie negativ ist. Mir gefällt das Tempo auf jeden Fall. Während meine geliebten Asterix, verhältnismäßig, langsam erzählt werden seit ihr bei Bibi & Miyu schnell mit einem Kapitel fertig und fang schon das Nächste an. Auch die ein oder andere Anspielung auf die unterschiedlichen Kulturen in Deutschland und Japan kommt vor. Toll!
In der Erstauflage, die wohl schon so gut wie ausverkauft ist, liegt eine Shoco-Card bei. Das sind Sammelkarten die den Erstauflagen von Tokyopop Mangas beiliegen und Information zu den jeweiligen Mangaka enthalten. Shoco-Card steht im Übrigen für SHOJO Collectors Card.
Ist Bibi & Miyu was für die Bibi Blocksberg Fans? Ich kann nur sagen ja! Wenn, ihr euch an den Zeichenstil und dem Erzähltempo nicht stört, kann der Manga durchaus was für euch sein. Ich hoffe auf jeden Fall auf weitere Bände.
Produktion
Bewertung
4 Punkte
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